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09.01.2026  ·  Peter Bernscherer  ·  Auf Facebook teilen  ·  Auf X (Twitter) teilen

Datenschutz: Vom Missverständnis zur eigentlichen Bedrohung

Das gängige Verständnis von Datenschutz greift zu kurz.
Die meisten Menschen denken bei Datenschutz an den Schutz ihrer persönlichen Inhalte – Fotos, Nachrichten, private Dokumente. Aber ..... niemand interessiert sich wirklich für Onkel Erwins Mallorca-Selfies von 2001. Diese Inhalte haben für Dritte praktisch keinen Wert.

Die eigentliche Gefahr liegt in den Metadaten:
Wann Sie wo waren (Standortdaten)
Mit wem Sie kommunizieren (Kontaktnetzwerke)
Wie oft und wie lange (Nutzungsmuster)
Welche Websites, Apps, Dienste Sie nutzen
Wann Sie schlafen, arbeiten, aktiv sind

Aus diesen Metadaten lassen sich erschreckend präzise Profile erstellen: politische Überzeugungen, Gesundheitszustand, finanzielle Situation, sexuelle Orientierung, psychologische Verwundbarkeiten – alles ohne einen einzigen Brief oder ein einziges Foto gelesen zu haben.
Ein ehemaliger NSA-Direktor hat es angeblich so formuliert: "We kill people based on metadata." Metadaten verraten nicht, was Sie sagen, sondern wer Sie sind, was Sie tun und wie Sie beeinflusst werden können.
Echter Datenschutz müsste also primär diese Verhaltensmuster, Bewegungsprofile und Beziehungsnetzwerke schützen – nicht Tante Hildes Strandfotos.