Aktuelles

17.03.2026  ·  Peter Bernscherer

.....zum offenen Brief „Kettensäge stoppen!

Der Verein PCs für alle, der sich seit Jahren für digitale Teilhabe, Medienkompetenz und den niederschwelligen Zugang zu digitalen Technologien für alle Menschen einsetzt, unterstützt diesen offenen Brief ausdrücklich – und möchte insbesondere einen Aspekt hervorheben, der in der öffentlichen Debatte oft zu wenig Beachtung findet: den Schutz von Persönlichkeitsrechten im digitalen Raum.Datenschutz ist kein Luxus, sondern ein GrundrechtDer Brief weist zurecht darauf hin, dass laufende Deregulierungsinitiativen dazu führen sollen, dass „Beschäftigte weniger Kontrolle über ihre eigenen Daten haben und ihre Überwachung am Arbeitsplatz erleichtert werden soll." Für unseren Verein ist dies ein Alarmsignal. Persönlichkeitsrechte – das Recht auf informationelle Selbstbestimmung, auf Privatsphäre, auf Kontrolle der eigenen Daten – sind keine technischen Detailfragen. Sie sind die Grundlage dafür, dass Menschen in einer digitalen Gesellschaft frei, mündig und würdevoll leben können.Gerade jene Menschen, denen wir als Verein helfen – ältere Personen, Menschen mit geringem Einkommen, Menschen mit Migrationshintergrund – sind bei einem Abbau dieser Schutzstandards besonders gefährdet. Sie verfügen oft nicht über die rechtlichen Ressourcen oder das technische Wissen, um sich gegen Datenmissbrauch oder ausufernde Überwachung zu wehren.Omnibus-Pakete als demokratiepolitisches ProblemBesonders kritisch sehen wir, dass weitreichende Änderungen im Datenschutz- und Digitarecht im Rahmen von „Omnibus-Paketen" ohne breite öffentliche Konsultation durchgesetzt werden sollen. Gesetze, die in der Entstehung intransparent sind, werden in der Bevölkerung kein Vertrauen genießen – und gerade das digitale Vertrauen ist eine Voraussetzung für die gesellschaftliche Akzeptanz der Digitalisierung.Unser AppellWir schließen uns der Forderung an Bundeskanzler Stocker an: Persönlichkeitsrechte und Datenschutz dürfen nicht dem Druck von Wirtschaftslobbygruppen geopfert werden. Digitale Teilhabe setzt voraus, dass Menschen darauf vertrauen können, dass ihre Daten geschützt sind – ob als Arbeitnehmer:innen, als Konsument:innen oder als Bürger:innen. Eine Gesellschaft, in der Überwachung zur Normalität wird, ist keine Gesellschaft, in der digitale Technologien den Menschen dienen.Wien, 17. März 2026 – Peter Bernscherer Hier der offene Brief www.kettensaege-stoppen.at/offener-brief und hier die Webseite der Plattform www.kettensaege-stoppen.at/

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22.02.2026  ·  Peter Bernscherer

KI-Boom trifft Computermarkt – und unsere Arbeit bei PCs für alle

Ein Radiointerview mit Peter Bernscherer vom Verein PCs für alle, geführt hat das Interview Ali Cem Deniz für FM4Die rasante Entwicklung von Künstlicher Intelligenz – allen voran Tools wie ChatGPT – hinterlässt spürbare Spuren auf dem Hardware-Markt. Was auf den ersten Blick wie ein technologischer Fortschritt wirkt, hat für Vereine wie PCs für alle ganz konkrete und problematische Folgen.Warum werden Computer-Bauteile teurer?Große Technologiekonzerne wie Nvidia, OpenAI, Google und Microsoft investieren massiv in den Ausbau ihrer KI-Infrastruktur. Für ihre riesigen Rechenzentren kaufen sie in enormen Mengen Grafikkarten, Arbeitsspeicher (RAM) und SSDs auf – Bauteile, die auch in normalen Computern und Smartphones stecken. Die Folge: drastisch steigende Preise für alle.Besonders auffällig ist das Phänomen rund um den Arbeitsspeicher, das in der Branche bereits als „Ramageddon" bezeichnet wird – eine beispiellose Verknappung und Preisexplosion bei RAM-Modulen, ausgelöst durch den Masseneinkauf der KI-Konzerne.Zum Vergleich: Ähnliches erlebten wir bereits beim Grafikkarten-Boom durch Krypto-Mining. Damals waren es jedoch vor allem Einzelpersonen und kleinere Firmen, die schnelle Gewinne suchten. Heute sind es globale Tech-Giganten, die sich in einem regelrechten KI-Wettrüsten befinden – mit ungleich größerer Marktmacht.Was bedeutet das für pcs für alle?Der Verein pcs für alle hat es sich zur Aufgabe gemacht, aufbereitete Computer erschwinglich an Menschen weiterzugeben, die sich neue Geräte nicht leisten können. Ein zentraler Bestandteil dieser Aufbereitung ist der Einbau schneller SSDs – sie sind leicht austauschbar und steigern die Leistung älterer Geräte erheblich.Doch genau hier schlägt die Preisentwicklung voll durch:Kostete eine 120-GB-M.2-SSD früher unter 10 Euro, liegt der Preis heute bei rund 25 Euro – eine Verdoppelung in kurzer Zeit. Das klingt nach einem kleinen Betrag, wirkt sich aber auf unsere gesamte Arbeit und die Anzahl der Menschen aus, denen wir helfen können.KI verändert auch die Kommunikation mit HilfesuchendenPeter Bernscherer beobachtet noch eine weitere, eher unerwartete Veränderung: die Art, wie sich Menschen an den Verein wenden, hat sich gewandelt. Früher waren Anfragen kurz und direkt – etwa: „Wir brauchen einen PC für unsere Kinder." Heute kommen viele E-Mails an, die offensichtlich von KI-Tools verfasst wurden: langatmig, umständlich formuliert und oft schwer verständlich.Sein Rat: KI-Tools sollten sinnvoll eingesetzt werden – nicht für jede kurze Nachricht. Wer eine einfache Anfrage stellt, kommuniziert am besten selbst, klar und auf den Punkt. KI-generierte Texte wirken in solchen Fällen oft unpersönlich und kontraproduktiv.Ausblick: Keine Entspannung in SichtHersteller wie Samsung und Apple haben bereits angekündigt, dass kommende Smartphone-Generationen teurer werden könnten – bei nur geringen Leistungsverbesserungen. Wann sich die Lage auf dem Bauteilemarkt wieder normalisiert, ist offen. Die aktuelle Situation ist in dieser Form beispiellos fm4.orf.at/player/20260217  

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24.10.2025  ·  Peter Bernscherer

Wahl der Österreicher:in des Jahres

Wir sind es leider nicht geworden, waren aber für die Kategorie humanitäres Engagement nominiert. Gewonnen hat Judith Raunig von der Initiative Wunderwege wunderwege.at und wir gratulieren herzlich und bedanken uns bei allen, die für uns gestimmt haben. www.diepresse.com/events/austriagala 

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20.10.2023  ·  Doris Neuhofer

Heimat großer Töchter und Söhne im ORF

Rund um den Nationalfeiertag ist der Text der Bundeshymne gern mal wieder in aller Munde. Heimat bist du großer Söhne und Töchter heißt es da. Ja, klar, da fallen einem gleich ein paar Namen ein: Wolfgang Amadeus, Anton Zeilinger, Barbara Prammer, Gustav Klimt, Christine Nöstlinger und wie sie alle heißen. Aber es gibt so viele große Söhne und Töchter, von denen man vielleicht gar nicht so viel weiß. Umso mehr freut es uns, dass vor Kurzem der ORF bei uns zu Gast war und Peter Bernscherer als großen Sohn porträtiert hat. Er ist der Letzte, der irgendwo unbedingt im Mittelpunkt stehen will, aber Peter's Herz schlägt nun mal für den Verein und deshalb nimmt er jede Gelegenheit gern wahr, um Reichweite zu erhöhen und Informationen über den Verein unters Volk zu bringen. Julia Korponay-Pfeifer hat einen sehr feinen Bericht zusammengestellt -es freut uns sehr, wenn wer so einen guten Blick auf das, was den Verein ausmacht, hat. Danke! Wir wollen weitermachen, weil wir sehen und spüren, wie sinnvoll unsere Arbeit ist, auch wenn's oft mühsam ist und wenn manchmal dem einen oder der anderen die Luft fast ausgeht, weil es so viele Anfragen sind oder so viele Geräte innerhalb kürzester Zeit fertig werden müssen. Wir schaffen es aber nicht alleine, wir brauchen Reichweite, wir brauchen Menschen, die über uns erzählen und wir brauchen Menschen, die ihre alten PCs zu uns bringen. Deshalb sind wir so dankbar für Berichte im TV. An dieser Stelle auch ein herzliches Danke an Kathi Weinmann und Anna Masoner für die engagierten Reportagen über unseren Verein. Es ist schön zu sehen, was wir gemeinsam schaffen können. We keep on rockingHeimat großer Töchter und Söhne - ORF Tv Thek

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